Gedenken an die Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915 am Heldenberg.

Der St. Georgs-Orden hat am 23. Mai 2015 der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915 gedacht. Eine große Abordnung des St. Georgs-Ordens – unter der Führung des Großmeisters des St. Georgs Ordens, S.k.k.H. Dr. h.c. Karl von Habsburg- Lothringen und dem Prokurator des St. Georgs- Ordens, Dr. Norbert Freiherr v. Handel sowie zahlreich erschienene Traditionsverbände aus allen Teilen der k. u. k Monarchie säumten dabei den Platz der Radetzky-Gedenkstätte am Heldenberg (NÖ).

Voller moralischer Empörung gab Kaiser Franz Joseph I. am 23. Mai 1915 den Völkern Österreich-Ungarns den Kriegseintritt Italiens auf der Seite der feindlichen Entente aus Russland, Frankreich und Großbritannien bekannt. "Ein Treuebruch, dessen gleichen die Geschichte nicht kennt - war Franz Josephs sprachlich gekonnte Antwort auf die italienische Kriegserklärung", sagte der Prokurator des St. Georgs-Ordens, Dr. Norbert Freiherr van Handel.

Die ersten Schüsse an der neuen Front von der Schweizer Grenze beim Ortler über den Isonzo bis zur südlichen Adria fielen am 23. Mai 1915 um Mitternacht am Grenzbach Judrio in Visinale nördlich von Cormons, in der bukolischen Landschaft des Collio. Das letzte Gefecht der k.u.k. Armee war, in einer gleich zu beschreibenden Landschaft, am 3. November 1918 in Volano, an der Etsch südlich Trients. Dazwischen lagen dreieinhalb Jahre mit zwei Millionen Toten und Verwundeten. „Die Geschichte kennen, die Gegenwart begreifen und damit die Zukunft besser gestalten zu können" sagte Großmeister des St. Georgs- Orden, S.k.k.H. Dr. h.c. Karl von Habsburg- Lothringen anlässlich seiner Festansprache.

Wie im Programmablauf vorgesehen, fand die Heilige Messe – zelebriert durch den Bischofsvikar der Diözese St. Pölten, Prof. Mag. Karl Schrittwieser, die Weihe der Insignien und der 10 Postulanten sowie die Investitur (Ritterschlag) durch den Großmeister des St. Georgs- Orden, S.k.k.H. Dr. h.c. Karl von Habsburg- Lothringen fand statt.

Weiters erfolgte eine Kranzniederlegung in der Gruft von Feldmarschall Wenzel Graf Radetzky und danach zogen die in Tracht gewandeten Mitglieder der Traditionsverbände an S.k.k.H. Dr. h.c. Karl von Habsburg- Lothringen bereits bei kaltem Nieselwetter vorbei.