Ordenskonvent Kufstein April 2017

(please find the English version below)

Am Samstag, dem 22. April 2017, fand in Kufstein der von unserem Komtur der Europaregion Tirol Senator h.c. Thomas Weickenmeier und seinem Team Vizekomtur Alexander Lena und Mag. Markus Stampfer sowie Senator h.c. Thomas Bernhard v. Schrempf als Liturgiebeauftragten großartig organisierte Ordenskonvent statt.

Bereits am Freitag, den 21. April 2017 gab es einen wunderschönen Begrüßungsabend, an dem über 250 Gäste teilnahmen. Die Gespräche zwischen den altbewährten Besuchern von Ordenszusammenkünften und den neu hinzukommenden, boten eine gute Gelegenheit sich über den Orden und das Zusammenleben im Orden auszutauschen.

Unser Komtur Senator h.c. Thomas Weickenmeier begrüßte die zahlreichen Gäste aus dem In- und Ausland besonders herzlich im Heiligen Land Tirol und freute sich besonders über die große Zahl unserer ausländischen Postulantinnen und Postulanten und OR und OD. Besonders erwähnen möchte ich unseren Protektor von GB und Nordirland Lord Alan Watson of Richmond, unsere Ehrendame Bundesministerin a.D. Univ. Prof. Dr. Beatrix Karl, unsere Ehrenritterpostulanten Randolph Churchill und Bundesminister Dipl. Ing. Andrä Rupprechter, unseren Prokurator Baron Dr. Norbert van Handel mit Gattin und Präsidentin der Damen des St. Georgs Ordens Elisabeth, unseren designierten Prokurator Baron Vinzenz v. Stimpfl-Abele mit Gattin Gabriela, unseren Justitiar Dr. Peter Sipos mit Gattin Renate, den Kanzler Dr. Helmut Günther mit Gattin Ulrike, unseren italienischen Komtur Dr. Massimiliano Lacota, unseren ungarischen Komtur Gabor v. Boldiszar-Ujfaljusy, Vertreter der kroatischen Komturei unter Führung ihres Komturs Romano Bolkovic MA, Vertreter der slowenischen Komturei unter Leitung ihres Komturs Honorarkonsul Senator h.c. Dipl. jur. Gorazd Sifrer und Vertreter unserer Komturei Nassau unter Führung ihres Komturs Senator h.c. Josef Heinrich Jost.

Am Samstag waren, bei strahlendem Sonnenschein, alle Postulanten und zukünftigen Damen, die bereits bei der am Freitag von unserem Ordensmarschall Graf Marcus Paar und unserem Zeremoniär Thomas Bernhard v. Schrempf durchgeführten Generalprobe vor und in der Stadtpfarrkirche St. Vitus alle für den Aufmarsch und die Investitur notwendigen Instruktionen erhalten hatten, um 8.45 Uhr und die Ordensritter pünktlich um 9.00 Uhr angetreten. Um 9.15 Uhr zog der von den beiden Marschällen und den Flügeladjutanten perfekt ausgerichtete Zug von 13 zukünftigen Damen, zwei zukünftigen Ehrenrittern und 51 Postulanten, 1 Ehrendame, 22 Ordensdamen, 190 Ordensrittern und über 100 begleitenden Gattinnen der Ordensritter und Gästen zur Stadtpfarrkirche. Die hohe Geistlichkeit, angeführt vom Abt von Stams Prälat Hofrat Mag. German Erd, holte den Großmeister S.k.k.H. Erzherzog Karl, den Prokurator, den designierten Prokurator, den Kanzler und den Vizekanzler am Tor der Kirche ab und führte sie unter Fanfarenklängen hinter den Insignien zu ihren Sitzen im Altarraum.

Direkt im Anschluss an die Credo-Messe von Wolfgang Amadeus Mozart, die musikalisch vom hervorragendem Chor der Stadtpfarrkirche und Musikern des Tiroler Symphonieorchesters begleitet wurde, segnete Abt Mag. German Erd die Insignien und die Postulantinnen und Postulanten. Nach Aufnahme der Ehrenritter und nach Ablegung des von der Präsidentin der Damen, Baronin Elisabeth van Handel verlesenen Gelöbnisses für die Ordensdamen, durch die Postulantinnen nahm unser Großmeister S.k.k.H. Erzherzog Karl sie mit Handschlag als Damen des Ordens auf. Im Anschluss legten die Postulanten nach Verlesung durch den Kanzler, das Gelöbnis ab und der Großmeister führte die Investitur der Postulanten durch, indem er sie mittels Ritterschlag zu Rittern des St. Georgs Ordens ernannte. Dabei wurden unter anderen als Ehrenritter des St. Georgs Ordens Randolph Churchill BSc, der Urenkel von Winston Churchill und Dipl. Ing. Andrä Rupprechter, Bundesminister für Landwirtschaft aufgenommen, als Geistlicher Rat Prälat Hofrat Mag. German Erd, Abt von Stift Stams.

Nach dem Fototermin auf der Stiege der Stadtpfarrkirche begaben sich alle Teilnehmer zum landesüblichen Empfang durch die Musikkapelle und das Schützenkorps Kufstein. Nach einem kurzen Platzkonzert, welches mit dem Abspielen der Tiroler Landeshymne, dem Andreas Hofer Lied eröffnet wurde, der Begrüßung S.k.k.H. Erzherzog Karl durch den Landtagspräsidenten von Tirol und unseren Ehrenritter Univ. Prof. DDr. Herwig van Staa und einem Ehrensalut begab sich der gesamte Zug zum Mittagsempfang ins Hotel Andreas Hofer, wo wir mit Spezialitäten und Schmankerl aus Tirol verwöhnt wurden.

Pünktlich um 14.45 Uhr begann einerseits das Damenprogramm mit der Führung durch die Festung Kufstein und andererseits im Stadtsaal der Ordenskonvent.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Kanzler wies S.k.k.H Erzherzog Karl in seiner einleitenden Rede auf die Aufgabe des Ordens als gesellschaftspolitische Einrichtung, die für ein gemeinsames Europa unter besonderer Berücksichtigung, Eintreten und Stärkung Mitteleuropas auf dem Boden der Ländern der alten Donaumonarchie eintritt. Ganz besonders strich er dabei auch Großbritannien als Gradmesser der Demokratie hervor.

Danach sprach er unserem Prokurator Baron Dr. Norbert van Handel Dank und Anerkennung für seine hervorragende in den letzten fünf Jahren für den Orden geleistete Arbeit aus und ernannte ihn unter standing ovations zum Ehrenprokurator des St. Georgs Ordens. Die Abschiedsrede im Volltext findet sich im weiter unten auf dieser Seite.

Im Anschluss sprach er unserem Kapitular Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele für seine für den Orden geleistete Arbeit, insbesondere die Initialzündung für die Errichtung der Komturei Großbritannien und Nordirland Dank und Anerkennung aus und ernannte ihn zum Prokurator des St. Georgs Ordens. Die Eröffnungsrede im Volltext findet sich im weiter unten auf dieser Seite.

Danach richtete unser Großmeister auf Vorschlag des Kanzlers drei neue Komtureien nämlich die Komturei Wien-Schloss Belvedere, Niederösterreich-St. Georgs Kathedrale und Burgenland-Schloss Esterhazy ein, ernannte eine Reihe von neuen Funktionsträgern und dankte den bisher mit diesen Funktionen betrauten OR, hier besonders unseren Gründungskomturen der Komturei Tirol, Südtirol und Trentino Dr. Anton Heinrich Rauch, der Komturei Slowenien Honorarkonsul Senator h.c. Dipl.jur. Gorazd Sifrer und der Komturei Salzburg, Oberösterreich, Bayern Graf Mag. Patrick von Thun-Hohenstein.

Nach dem Bericht des Kanzlers Dr. Helmut Günther, der vor allem auf das sehr erfreuliche Wachstum des Ordens, welches auch dazu führt, dass der Orden immer mehr an Einfluß gewinnt, hinwies, stellte Lord Alan Watson of Richmond sein aufgrund der großen Erfolgs bereits in der zweiten Auflage erschienenes Buch über Europa vor und lud auch alle Anwesenden zum upcoming event am 1. Juli 2017 nach London ein. Auch seine Rede findet sich im Anschluss an den Bericht.

Am Abend versammelten sich alle Teilnehmer am Fusse der Festung Kufstein und genossen eine kurzes Sonderkonzert der im Jahr 1922 zum Gedenken an die Gefallenen erbauten Heldenorgel. Diese wird am Talboden gespielt und verbreitet aber ihre Klänge vom Festungsturm über ganz Kufstein. Danach fuhren – oder die ganz Sportlichen wagten den Aufstieg zu Fuss – alle gemeinsam zu einem ganz hervorragendem Dinner in den Turmsaal der Festung.

Gallerie

Rede des scheidenden Prokurators Baron Dr. Norbert van Handel

Kaiserliche Hoheiten,

liebe verehrte Damen,

lieber Prokurator und

lieber Kanzler,

liebe verehrte Ordensritter,

wenn ich heute nach 10 Jahren intensiver Tätigkeit für unseren Orden mein Amt in die Hände des Großmeisters zurücklege, dann heißt das nicht, dass ich mich aus dem Orden zurückziehe. Im Gegenteil, das Zusammenwirken zwischen dem Großmeister und seinem Stellvertreter und dem neuen Pokurator und dem Kanzler wird auch in Zukunft intensiv und produktiv sein.

Mit Baron Vinzenz Stimpfl-Abele als neuen Prokurator verbindet mich eine besondere Freundschaft und ich lernte ihn nicht nur als Freund, sondern auch als erstklassigen Vertreter unserer Werte kennen, wobei besonders wichtig ist, dass er das Vertrauen des Großmeisters, seines Stellvertreters und des Kanzlers besitzt.

Er ist in zahlreichen, dem kaiserlichen Haus nahestehenden, Institutionen involviert und erfüllt die ihm übertragenen Aufgaben zur besonderen Zufriedenheit aller.

Dazu sei ihm schon jetzt gedankt.

Wir haben heute Komtureien in Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien, im Großraum Tirol, Südtirol und Trient, in Deutschland und im Vereinigte Königreich.

Alle entwickeln sich mehr oder minder dynamisch.

Während Deutschland in großen Teilen altes Reichsgebiet war, werden sich vielleicht einige fragen warum Großbritannien?

Großbritannien ist ein zutiefst europäisches und weltoffenes Land, aber wie schon Sir Winston Churchill sinngemäß sagte: „Es steht für eine europäische Einheit, ohne direkt daran beteiligt zu sein“ und wenn der Brexit Ausdruck dieser Haltung ist, dann sollten wir besonders bemüht sein, soweit es uns möglich ist und als politischer Think Tank die Verbindungen zu einem unabhängigen Großbritannien möglichst intensiv zu gestalten.

In der Geschichte war dies ja oftmals der Fall:

Katharina von Aragon, die Tante Karls V. war die erste Frau Heinrich VIII., König Philipp II. von Spanien war der Ehemann der Tochter Heinrichs, Maria der Katholischen.

Herzog von Marlbourough kämpfte an der Seite des Prinzen von Savoyen gegen Frankreich.

Der Herzog von Wellington schlug, verbunden mit den Truppen Österreichs und Preußens, Napoleon bei Waterloo.

Beim Wiener Kongress 1814/15 waren Fürst Metternich und Lord Castlereagh enge Verbündete.

Leider war die Freundschaft zwischen Großbritannien und Österreich, vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, brüchig geworden und führte dazu, dass England auf der Seite unserer Gegner im ersten Weltkrieg stand.

Umso wichtiger ist es jetzt ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Dazu ist die Reform Europas besonders notwendig.

Die Außenpolitik muss substantieller werden und es muss gelingen auch einen Ausgleich mit Russland zu finden. Sanktionen sind kein adäquates Mittel einer guten Außenpolitik.

Der Orden ist völlig überparteilich und glaubt an die Freiheit des Menschen, aufbauend auf unserer wertkonservativen Grundhaltung.

Es gibt einige Komtureien, die eher konservativ, einige, die eher Freiheitlich und eine, die eher sozialdemokratisch orientiert ist. Das ist gut, denn alle bauen auf unseren Werten, die nicht mit Strukturkonservatismus zu verwechseln ist, auf.

Der Orden umfasst also Menschen vieler politischer Richtungen, die seine Werte teilen.

Ganz wesentlich ist es aber auch, dass wir einen geistlichen Beirat mit hochrangigen Funktionären aller christlicher Konfessionen haben, der uns hilft unsere Werte immer wieder richtig zu interpretieren.

In diesem Zusammenhang sei auch ganz besonders unsere ehrwürdige Oberin Mutter Gratia der Salesianerinnen gedankt, der wir unsere Residenz in Wien verdanken.

Mit Freude und Stolz habe ich unseren Ehrenritter Präsident Ing. Norbert Hofer, der aufgrund seiner Redlichkeit und der Tatsache, dass er in besonderer Weise die Werte des Ordens vertritt und der zu einem wirklichen Freund geworden ist, beim Wahlkampf um die Bundespräsidentenwahl, soweit es mir möglich war, unterstützt.

Diese Unterstützung wird auch in der Zukunft bei Offenheit allen Menschen in der Politik, die unsere Prinzipien teilen, weitergehen.

Denn wenn wir in unserer von vielen Seiten bedrohten Gesellschaft etwas bewirken wollen, müssen wir politisch tätig sein, egal wo und egal in welcher Form, aber nur wenn wir uns aktiv in der Gesellschaft bewegen, werden wir Erfolge haben.

Als wir vor 10 Jahren begonnen haben diesen Alten Orden unter der Schirmherrschaft des großen Europäers Otto von Habsburg und unter substantieller Unterstützung von Erzherzog Karl zu reformieren, begannen wir mit rund 10 Ordensrittern, die sich unseren Prinzipien und unsren Zielsetzungen verschrieben haben.

Wenige wissen noch, was für Schwierigkeiten rechtlicher Natur zu lösen waren, dass es nicht ganz leicht war den Orden unter den vier großen Orden in Österreich prioritär zu platzieren und ihm eine öffentliche Plattform zu verschaffen.

Ich möchte vor allem den Rittern der ersten Stunde für ihre Treue danken, die es möglich machten den Orden durch konsequente Arbeit zur heutigen Größe von etwa 500 Mitgliedern zu verhelfen. Dies ist insbesondere auch das Verdienst unseres Kanzlers, der wie kein anderer bemüht ist den Orden laufend zu stärken.

Der Orden scheint in seiner Konstruktion ein Vakuum auszufüllen, das vielfach auch durch die Unzufriedenheit mit der Politik, sowohl in den einzelnen Ländern, als auch in Europa erklärbar ist.

Heute war es eine besondere Freude etwa unseren Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, dessen Bekenntnis zum Herzen Jesu bei seiner Angelobung mir unauslöschlich im Gedächtnis ist und Sir Randolph Churchill, einen historischen großen Namen, im Orden begrüßen zu dürfen.

Sie ergänzen die Palette hochrangiger Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer, Manager, Ärzte und PR Strategen, die für den Orden so wertvoll sind.

Ganz wichtig war es auch, dass es im letzten Jahr gelungen ist eine Damengruppe, die dem Großmeister untersteht, zu formen, die vor allem die sozialen Belange des Ordens in möglichst vielen mitteleuropäischen Ländern vertreten wird.

So bildet sich Zug um Zug ein wertorientiertes europäisches Konstrukt, das zunehmend mehr als politischer Think Tank in einer Welt, die in Unordnung ist, wirkt.

Die dynamische Entwicklung des Ordens und seine zahlreichen Mitglieder verlangen natürlich in Zukunft eine professionelle Administration, die den Kanzler bei seinem vorbildlichen Einsatz im Orden entsprechend unterstützt.

Sehr wichtig ist nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auch auf die Qualität der neu Aufzunehmenden bedacht zu nehmen.

Verbesserungen in der öffentlichen Landschaft geschehen nicht von heute auf morgen. Sie geschehen nur mit jener Konsequenz, die auf harter Arbeit aufbaut, die Rückschläge verkraftet, die jedoch nie Ziele, die sie hat, aus den Augen verliert.

Garant dafür sind uns die maßgeblichen Vertreter des kaiserlichen Hauses, die auf vielen verschiedenen Ebenen immer präsenter werden.

Kaiser Karl I., der Großvater unseres Großmeisters und seines Stellvertreters, der vor 95 Jahren starb und einer der größten Friedenskaiser geworden wäre, wurde zurecht selig gesprochen und, gestatten Sie mir das als Christ zu sagen, hat in seinem Wirken sicherlich wesentlich Einfluss darauf genommen, dass der große Otto von Habsburg einer der wesentlichen Konstrukteure Europas wurde und dass seine Nachkommen heute wieder in einer Art und Weise für ihre Völker tätig sind, wie man sich das vor wenigen Jahren kaum hätte vorstellen können.

Es gilt nicht die Asche vergangener Zeiten weiterzutragen, sondern neues Feuer zu entfachen.

Nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kinder, die nicht in einer Welt, die ohne jede Werte, ohne jeden Glauben, ohne jede Bildung, zerstörter Umwelt und damit ohne jede Zukunft leben sollen.

Das zu erreichen bedeutet auch zu kämpfen. Es bedeutet Niederlagen hinzunehmen, es bedeutet aber auch immer wieder aufzustehen und den Weg zum Ziel zu gehen, auch wenn er mühsam ist.

Dazu sind wir heute aufgerufen, viribus unitis, mit vereinten Kräften.

Ein jeder für sich und der Orden für uns alle.

Diese Bitte und diesen Wunsch darf ich Ihnen mit allen guten Wünschen für die Zukunft heute mitgeben.

Rede des neuen Prokurators Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele

Kaiserliche Hoheit!
Verehrter Ordensdamen!
Hohe Ordensregierung!
Geschätzte Ordensritter!
Liebe heute investierte Neo-Ordensbrüder!

Ja, es unglaublich, wie sich der St. Georgs-Orden in den letzten Jahren entwickelt hat. Und dafür sind wir vor allem unserem Ehrenprokurator, aber auch unserem Kanzler und, nicht zu vergessen, den Komturen zu großem Dank verpflichtet!

Denn deren verdienstvolle Arbeit hat die solide Basis geschaffen, auf die wir nun aufbauen werden. Um den Erfolgskurs unseres Ordens weiterzuführen, brauchen wir uns also nicht neu zu erfinden. Es reicht völlig, sich auf das zu konzentrieren, wie wir uns definieren, was wir sind und was wir sein wollen.

Was sind wir also?

Zuallererst sind wir ein, nein DER Orden des Erzhauses und damit gehört jeder von uns zur vordersten Linie der Kämpfer für die damit verbundenen Werte, Haltungen und Traditionen. Das ist wertvolles Erbe, große Verantwortung und klarer Auftrag gleichermaßen.

Wir sind auch ein europäischer Orden. Das heißt, wir denken und agieren über den nationalistischen Tellerrand hinaus, allerdings vergessen wir dabei nie unserer Vaterländer und deren Identitäten. Natürlich hat Mitteleuropa für uns in diesem Zusammenhang eine zentrale Bedeutung, aber eben immer im Konnex zu einem verbundenen Europa. Damit meine ich aber nicht ein durch Bürokratie verbundenes, sondern ein durch gemeinsame Werte und Geschichte verbundenes Europa. Gerade in Anbetracht einer krisengeschüttelten Europäischen Union, des Vertrauensverlustes, den viele Institutionen und vor allem Parteien erleben, wird das - und damit alles wofür unser Orden steht - immer wichtiger! Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, dass unser St. Georgs-Orden in Europa wächst, auch international an Gewicht gewinnt und sich immer mehr respektiert erarbeitet. Denn dann wird er auch gehört werden, und nur so kann er etwas verändern. Und genau das muss unser Ziel sein, gesellschaftspolitisch etwas im Sinne unserer Werte zu verändern! Dabei kommt übrigens den Komtureien eine besonders wichtige Bedeutung zu.

Wir verstehen uns zudem als elitärer Orden, gewissermaßen als werteorientierte gesellschaftspolitische Elite-Einheit. Und das sind wir auch! Damit wir aber diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht werden können, müssen wir uns sowohl quantitativ, als insbesondere auch qualitativ weiterentwickeln. Denn das Wachstum unseres Ordens ist in der Tat beeindruckend und äußerst wichtig um Gewicht auf die Waage der öffentlichen Wahrnehmung zu bringen. Es ist aber - gerade angesichts einer so dynamisch wachsenden Organisation, wie der unsrigen - entscheidend, dabei die Qualitätskriterien nicht nur nie aus den Augen zu verlieren, sondern mit dem Orden weiterzuentwickeln und gegebenenfalls nachzuschärfen. Darauf werde ich als Prokurator besonders achten. Denn Elite kommt bekanntlich vom lateinischen exlegere und das bedeutet so viel wie auslesen. Unseren Anspruch eine elitäre Auslese der Gesellschaft zu sein, müssen wir also, wollen wir damit ernst genommen werden, konsequent und glaubwürdig leben. Als Orden, wie auch als einzelner Ordensritter.

Und der St. Georgs-Orden ist ein politischer Orden. Gott sei Dank ist er das! In Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, dass es eine Organisation gibt, die in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik mit offenem Visier und entschlossen für klare Werte eintritt, für unsere Prinzipien kämpft. Wenn der LANGE MARSCH DURCH DIE INSTITUTIONEN in Bezug auf die 68er-Bewegung in der öffentlichen Meinung fast kultische verklärt wird, dann muss man uns das mindestens ebenso zubilligen. Wir werden daher natürlich Ordensritter und Ordensdamen unterstützen, die unsere Werte und unsere Haltung in das öffentliche Leben tragen wollen, die sich für die Gesellschaft in der wir leben zu engagieren bereit sind.

Aber ich werde sehr genau darauf schauen, dass aus unserem politischen Orden auch in Zukunft keinesfalls ein parteipolitischer Orden wird. Wie es unser Ehrenprokurator schon angesprochen hat: Wir haben Ordensritter, die in verschiedenen Ländern unterschiedlichsten Parteien nahestehen. Und das ist gut so, denn das spiegelt Gesellschaft und Politik wieder. Unser Orden aber steht keiner Partei nahe und das wird er auch in Zukunft ganz sicher nicht. Diese Äquidistanz zu allen politischen Parteien ist mir außerordentlich wichtig, da von ihr die Glaubwürdigkeit des St. Georgs-Ordens als gesellschaftspolitischer Kritiker und Impulsgeber abhängt – und damit am Ende des Tages unser gemeinsamer Erfolg.

Ich werde auch konsequent daran arbeiten, dass unser Orden seine Führungsrolle unter den zahlreichen dem Erzhaus bzw. unseren Werten und Zielen dienenden Organisationen ausbaut und sich, wie es neudeutsch so schön heißt, als „Pacemaker“ profiliert.

Wie Ihr Euch vorstellen könnt wäre ich zu den ausgeführten Punkten gerne noch mehr ins Detail gegangenen. Angesichts der übervollen Tagesordnung, vor allem aber, weil ich in den nächsten Monaten mit dem Kanzler in jede einzelne Komturei kommen werde, begnüge ich mich heute mit diesen Eck- und Schwerpunkten.

Ich besuche deshalb jede Komturei, weil es mir ein Anliegen ist, dass wir uns konkret, im Detail und vor allem in Ruhe austauschen können. Ich will wissen, wie es vor Ort läuft, welche Ziele gesetzt sind, wo gegebenenfalls der Schuh drückt und vor allem, wo meine Unterstützung gebraucht wird.

Abschließend möchte ich unserem Großmeister und dem Ehrenprokurator für die freundlichen Worte, vor allem aber für das große Vertrauen danken, dem Kanzler für die jetzt schon hervorragende Zusammenarbeit und den Organisatoren dieses gelungenen Konvents für deren großen Einsatz.

Ganz besonders danken möchte ich all den Ordensrittern, die mir in den letzten Tagen so viele herzliche und persönliche Glückwünsche haben zukommen lassen – das gibt mir viel Kraft und hat mich sehr gefreut!

Erlaubt mir noch eine ganz persönliche Bemerkung: Ich möchte auch meiner Frau danken, die sich nicht nur selbst sehr für den St. Georgs-Orden engagiert, sondern mich auch in unserer Firma für meine neue Verantwortung entlastet und freispielt, wodurch noch mehr Arbeit an ihr hängt. Gabi, ich danke Dir von Herzen, ohne Deine Unterstützung ginge es nicht!

Es liegt nun eine faszinierende Aufgabe und große Herausforderung vor mir. Gemeinsam, da bin ich mir sicher, werden wir der bisherigen Erfolgsgeschichte des St. Georgs-Ordens weitere wichtige Kapitel hinzufügen. Darauf freue ich mich und schließe ganz bewusst ebenso, wie mein lieber, wertvoller Freund und Vorredner Baron von Handel, nämlich mit dem Wahlspruch Kaiser Franz Josephs. VIRIBUS UNITIS - das sei auch unser Motto. Ich zähle auf Euch, Ihr könnt Euch auf mich verlassen!

Rede von Lord Watson of Richmond CBE, Protektor für Großbritannien und Nordirland.

Diese Rede liegt nur in Englischer Fassung vor und ist am Ende des englischen Blocks wiedergegeben.

English version

On Saturday, 22 April 2017, a well organised gathering of the Order took place in Kufstein. Many thanks to the responsible commandery Europaregion Tirol and its Commander Senator h.c. Thomas Weickenmeier as well as to his team, Vice-Commander Alexander Lena, Mag. Markus Stampfer and Senator h.c. Thomas Bernhard v. Schrempf.

Our commander Senator h.c. Thomas Weickenmeier had the chance to welcome many guest from abroad, especially our proctector for Great Britain and Northern Ireland Lord Alan Watson of Richmond, our honorary dame and former minister Univ. Prof. Dr. Beatrix Karl, honorary postulant knight Randolph Churchill, Federal Minister Dipl. Ing. Andrä Rupprechter, our procurator Dr. Norbert Baron van Handel together with his wife and president of the dames of the Order Elisabeth, our designated procurator Vinzenz Baron v. Stimpfl-Abele together with his wife Gabriela, our legal counsel Dr. Peter Sipos together with his wife Renate, our chancellor Dr. Helmut Günther together with his wife Ulrike, our Italian commander Dr. Massimiliano Lacota, our Hungarian commander Gabor v. Boldiszar-Ujfaljusy, representatives of the Croatian commandery under the lead of their commander Romano Bolkovic MA, representatives of the Slovenian commandery under the lead of their commander Honorary Consul Senator h.c. Dipl. jur. Gorazd Sifrer as well as representatives of our commandery Nassau under the lead of their commander Senator h.c. Josef Heinrich Jost.

On Saturday morning 13 postulant dames, 51 postulant knights, 1 honorary dame, 22 dames of the Order, 190 knights of the Order and more than 100 guests moved towards St. Vitus church in Kufstein. The clergy lead by Prelate Hofrat Mag. German Erd met the Grandmaster S.k.k.H. Erzherzog Karl, the procurator, the designated procurator, the chancellor and the vice-chancellor at the entrance of the church and led them to their places in the sanctuary.

Directly after the Credo-mass by Wolfgang Amadeus Mozart abbot Mag. German Erd blessed the insignia of the Order as well as the postulants. Right afterwards our Grandmaster S.k.k.H. Erzherzog Karl carried out the investitures of the postulant dames and knights where, inter alia,  Randolph Churchill Bsc, the great-grandson of Sir Winston Churchill, and Dipl. Ing. Andrä Rupprechter, Federal Minister of Agriculture became honorary knights of the Order and Prälat Hofrat Mag. German Erd was elected member of the spiritual council of the Order.

After a photo session our Grandmaster S.k.k.H. Erzherzog Karl received a warm welcome by the President of the Tyrolian parliament and honorary knight of the Order Univ. Prof. DDr. Herwig van Staa.

At 2.45 pm the official gathering of the Order was opened by our Grandmaster S.k.k.H. Erzherzog Karl. The Archduke emphasised the necessity to strenghten „Mitteleuropa“ within Europe and referred to Great Britain as cradle of democracy. Right afterwards he thanked our procurator Dr. Norbert Baron van Handel in the name of the Order for his service in the past five years and appointed him – accompanied by standing ovations – as honorary procurator of the Order of St. George.

Subsequently thanks for his services – especially the initiative to establish the British Commandery – was passed to Vinzenz Baron v. Stimpfl-Abele who was appointed new procurator of the Order of St. George. 

After the establishment of three new commanderies and the report by the chancellor Lord Alan Watson of Richmond presented the second edition of his book about Sir Winston Churchill and issued an official invitation the British commmandery’s event on 1 July 2017 in London.

The gathering was concluded by an exqusite dinner at Kufstein castle.

Gallery

Speech by the leaving procurator Baron Dr. Norbert van Handel

Imperial Highnesses,
Dear revered Ladies,
Dear Procurator and
Dear Chancellor,
Dear revered Knights,

When today, after ten years of intense activity for our Order, I’ve handed back my position as procurator to our Grandmaster, it does not mean that I am withdrawing from the Order. On the contrary, the co-operation between the Grandmaster, his deputy, the new procurator and the chancellor will continue to be intense and productive in the future.

With Baron Vinzenz Stimpfl-Abele as a new procurator, I have a special friendship. I have come to know him not only as a friend, but also as a first-class representative of our values, and it is especially important that he enjoys the trust of the Grandmaster, his deputy and the chancellor. Vinzenz is involved in numerous institutions close to the imperial house, and fulfills the tasks entrusted to him to the special satisfaction of all. For that he receives my gratitude.

Today we have commanderies in Austria, Hungary, Slovenia, Croatia, Italy, in the greater Tyrol, South Tyrol and Trento, in Germany and in the United Kingdom. All develop more or less dynamically.

While Germany has been a large part of the old empire area, some might wonder why Britain?

Great Britain is a deeply European and cosmopolitan country, but paraphrasing Sir Winston Churchill words, "It stands for a European unity without being directly involved in it" and if the Brexit is an expression of this attitude, then we, as a political think tank, should make a special effort to strengthen our connections with an independent UK as much as possible.

In history this was often the case:

Catherine of Aragon, the aunt of Charles V was the first wife Henry VIII, King Philip II of Spain was the husband of the daughter of Henry, Mary the Catholic. Duke of Marlbourough fought on the side of the Prince of Savoy against France. The Duke of Wellington, together with the troops of Austria and Prussia, defeated Napoleon at Waterloo. At the Congress of Vienna in 1814/15, Prince Metternich and Lord Castlereagh were close allies.

Unfortunately, the friendship between Great Britain and Austria, especially in the second half of the nineteenth century, had become brittle and led to England standing on the side of our opponents in the First World War.

It is therefore all the more important to open a new chapter.

To this end, the reform of Europe is particularly necessary.

Foreign policy must become more substantial and it must also be possible to find a balance with Russia. Sanctions are not an adequate means of good foreign policy.

The Order is completely non-partisan and believes in the freedom of mankind, based on our value-conservative attitude.

There are some commanderies that are rather conservative, some more liberal, and one more oriented towards social democracy. This is good, because everyone builds on our values, which are not to be confused with structural conservatism.

The Order therefore includes people of many political directions who share its values.

It is also very important that we have a spiritual council with high-ranking officials of all Christian denominations who help us to interpret our values correctly.

In this context we would also like to thank our venerable Mother Superior Gratia of the Salesians to whom we owe our residence in Vienna.

Because of his honesty and the fact that he represents the values of the Order in a special way, I have supported our honorary knight President Ing. Norbert Hofer in his campaign for the federal presidential election as much as possible, and with joy and pride. He has become a real friend.

This support will continue in the future with openness to all people in politics, who share our principles.

For if we want to make a difference in our society, which is threatened from many sides, we must be politically active, no matter where and in what form. Only if we move actively in society will we have success.

Ten years ago, when we began to reform this Old Order under the patronage of the great European Otto von Habsburg and with the substantial support of Archduke Karl, we began with about ten knights who have committed themselves to our principles and objectives. Few still know what difficulties of legal nature had to be solved, that it was not easy to place the order among the four great orders in Austria with priority, and to give it a public platform.

I would especially like to thank the knights of the first hour for their loyalty and consistent work, which made it possible to grow the order to today's size of about 500 members.

The Order’s nature seems to fill a vacuum that has resulted from a growing dissatisfaction with politics, both, in individual countries, as well as in Europe.

Today, it was a special pleasure to welcome our Minister of Agriculture, Andrä Rupprechter, whose confession to the “Heart of Jesus” at his inauguration is indelibly remaining in my memory, as well as Sir Randolph Churchill, a historic great name, in the Order. They complement the range of high-ranking politicians, scientists, entrepreneurs, managers, doctors and PR strategists who are so valuable to the Order.

It was also very important to form the group of the Ladies of the Order last year, which is under the supervision of the Grand Master, and who will mainly represent the social interests of the Order in as many Central European countries as possible.

Thus, step-by-step a value-oriented European construct is being created and increasingly working as a political think tank in a world of disorder.

The dynamic development of the Order and its numerous members are more than ever demand for a professional office administration to support the chancellor in his excellent work for the Order.

It is very important to not only consider the quantity, but more so the quality of new applicants.

Improvements in the public landscape do not happen overnight. But they will happen with an ongoing consistency that builds on hard work, withstanding setbacks, and never losing sight of the goals.

Our guarantors of this are the leading representatives of the imperial house, which are becoming more and more present on many different levels.

Emperor Charles I (the grandfather of our Grandmaster and his deputy), who died 95 years ago and would have become one of the greatest peace emperors, was justly beatified. As a Christian, please allow me to say that his work has certainly had a considerable influence on the great Otto von Habsburg, becoming one of the most important structuralists in Europe, and his descendants, being again active for their peoples and nations in a manner, as could hardly have been imagined a few years ago.

It is not necessary to carry on the ashes of the past, but to kindle new fires. Not only for us but, above all, for our children, who should not have to live in a world without any values, the lack of faith, poor education, a destroyed environment, and no future.

To accomplish this it means that we have to fight. It also means to accept defeat. But more importantly it means to always get back up again and keep pursuing these goals, even if it is troublesome.

That is what we have been called to do today, with united forces. Viribus unitis.

This request and this wish may be given to you today with all the best wishes for the future.

Speech by the new procurator Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele

Imperial Highness,
Dear Dames,
Esteemed Government of the Order,
Dear Knights,
Dear Newly Invested Knights,

It is indeed remarkable how the Order of St. George has developed in recent years. First and foremost we are grateful to our honorary procurator, our chancellor, and last but not least to the commanders!

Their commendable work has established the solid foundation on which we are going to build. In order to continue the success of our Order, we don’t need to reinvent ourselves. For this purpose it is enough to focus on how we define ourselves, what we are and what we want to become.

So what are we?

First of all, we are not only an, but THE Order of the Archducal house. Therefore each of us belongs to the elite of warriors fighting for the values, attitudes and traditions associated with it. That constitutes valuable heritage, great responsibility and clear assignment at the same time.

We are also an European Order. This means that we think and act beyond borders, but we, however, never forget our fatherlands and their roots of identity. Of course, Central Europe is of crucial importance to us in this respect, but always in the context of a connected Europe. By the latter I do not address a Europe unified by bureaucracy, but a Europe built on common values and a shared history. The Order and what it stands for becomes more important especially in the light of a crisis-shaken European Union, the loss of confidence in many institutions and, above all, in established political parties! It is therefore a special concern to us that the Order of St. George continues to grow in Europe and thus gain weight in an international context and - after time - obtain greater respect. Only then it will, and only then it can change something in our interest. And exactly that must be our overall goal! In this respect the commanderies are of utmost importance.

Furthermore, we also see ourselves as an elitist order and thus as a value-oriented, social-political elite unit. And indeed that is what we are! In regard to the latter requirement, we are requested to further develop both quantitatively and in particular also qualitatively. The growth of our order is indeed impressive and extremely important to bring weight to the balance of public perception. However, in the light of such a dynamically growing organisation, as ours, it is crucial not to lose sight of quality, but – if necessary - also to redevelop and sharpen quality standards within the order. I will pay particular attention to this as procurator. Elite traces back to the Latin exlegere and that means as much as selecting. To be elitist among society, we must live our lifes consistently and credibly - Both as an Order, as well as a knight of the Order.

The Order of St. George is a political order. Thank God for that! In times like these, it is more important than ever that there is an organisation that stands for our principles in society, business and politics. With open visor and resolute values! That the 1968 movement marched through the institutions and is today worshiped by public opinion must give us the right to claim for the same. The Order will always support knights and dames who want to carry our values and our attitude into public life and to take an active part in society.

I will take care that our Order will by no means become affiliated to any politcal party. As already mentioned by our honorary procurator, the order comprises of knights and dames from different political backgrounds. This is our strength, this reflects society and politics. The equidistance to all political parties is of utmost importance to me since the Order’s credibility as socio-political critic and actor depends on that fact.

Addtionally, I will aim to position the Order in lead of the several organisations by the archducal house as well among the numerous organisations sharing our values and goals. The Order shall be „Pacemaker“ in this respect.

As you can imagine, I would like to go more into detail with regard to the above points. In the light of the fully packed agenda, and because I am going to visit each of the commanderies together with the chancellor in the next few months, I leave it with these key points.

I will visit every commandery, because it is my concern that we can exchange in person. I want to know how it is going on site, what goals are set, what can be improved, and especially where my support is needed.

Finally, I would like to thank our Grandmaster and the honorary procurator for their kind words, but above all for the great trust they put in me, the chancellor for the outstanding cooperation and the organisers of this successful gathering for their great commitment.

I would especially like to thank all the knights, who have passed to me so many cordial congratulations in the past days - that gives me great strength and I was very delighted!

But also allow me a very personal remark: I would also like to thank my wife, who is not only very dedicated to the Order of St. George, but manages our company to the extent that I can comply with my new duties. That, of course, means even more work for her. Gabi, thank you from the bottom of my heart, without your support this would not be possible!

It is a fascinating task and a great challenge that is waiting for me. Together, I am sure, we will add more important chapters to the success story of the Order of St. George. I am delighted to conclude this speech like my dear, valuable friend and previous speaker Baron von Handel, with the motto of Emperor Franz Joseph: VIRIBUS UNITIS - this may be also our motto. I count on you, you can rely on me!

Speech by Lord Watson of Richmond CBE, Protector for Great Britain and Northern Ireland.

On the 1st July, this year we will celebrate the first anniversary of the establishment of the Order’s Commandery for Great Britain and Northern Ireland. The evening before, we will mark the anniversary in London by holding a grand dinner in the Great Subscription Room at Brooks’s Club where amongst Georgian Silver and candlelight we will enjoy the fine wines and food that are the boast of that great London Club. The following day on 1st July, we will hold a seminar at the Chapter’s London Church, St. Martin’s-in-the-Field. The format as far as I know will be unusual. Certainly, I never encountered it during my years as a BBC Broadcaster. We will have a first panel which will reflect and no doubt argue about the British General Election which will have been held a few weeks earlier. The panel will be made up of British people reflecting different political and geographical views. It will be followed by a second panel drawn entirely from Knights of the Order from across Europe who will give a wider and specifically European perspective on the British Election. This is a format which might well be repeated elsewhere in similar circumstances, for example, in Germany in October.

We formed the British Chapter last year just as British politics changed forever with the outcome of our referendum on European Union membership. That Referendum divided Scotland from England and the majority view in London from the majority view in the rest of England. But one realisation has emerged on which most agree. Britain’s relationship with Europe is fundamentally changed. Britain has chosen to be different, although how different from other parts remains to be seen.

Historically Europe had embarked over recent decades on a course not simply of unity but of unification, not only of cooperation but of integration, and as seen by some, as one of increasing uniformity. It was this that a majority rejected. Not only those who voted to leave but also many who voted to remain felt in their hearts and thought in their minds that whatever the ultimate direction of Europe it was important to preserve difference, heritage and the essence of sovereignty.

I knew Jean Monet well. When forty years ago Britain joined the then Common Market I was commissioned by the BBC to interview him at length in a documentary recorded at his home outside Paris. He told me that it was his belief that it is not natural for men or nations to unite. That they will only do so under the pressure of unavoidable necessity and that this had been his experience during the two World Wars of the 20th Century. He thus determined to devise ways of demonstrating to people and nations why unity was imperative and how it could be achieved. Sometimes he succeeded as with the European Coal and Steel Community and the Common Market. Sometimes he failed as with the proposal for a European Defence Force.

Frankly, his approach was not democratic. He did not seek a people’s mandate. His approach was administrative, even mechanistic. One step would lead inevitably to another with cooperation creating integration. One day people would awake to the reality of an integrated Europe and would accept it.

But this was not to be. Europe has balked at the object of “ever closer union”. In part this is because the European Union and European Commission in particular have failed to find solutions to the challenges felt most sharply by Europeans themselves – the challenge of unprecedented immigration and the dysfunctionality of a single currency seeking to embrace economies as unequal

as those of Germany and Greece. The aspirations of ever closer union have sped ahead of reality. This is also true of the geographical ambitions of the European Union embracing as they have, even the Ukraine and Turkey. Has British unease about these developments been unique? I think not. Witness the unease in the Netherlands and that currently in France.

However, all this said, we must be very careful not to jettison European unity for disunity. The greatest achievement of the process of European unity has been peace in Europe, a process formidable enough to handle the movement of the tectonic plates following the collapse of the Soviet Empire. To disregard this is to jeopardise our peace and prosperity.

So what course should we follow? Today we welcomed into the brotherhood of Knights Winston Churchill’s great-grandson, Randolph. Not only does he bring us lustre of his name but he provides the Order with a visceral link to the thoughts of his great-grandfather.

Winston Churchill had a vision for Europe which he laid out in his famous speech ‘Europe Arise’ given in Zurich in 1946. I have written a book entitled ‘Churchill’s Legacy’ which examines closely the contents of that speech and the one that proceeded it six months earlier at Fulton, Missouri in which Churchill warned of the threat posed to freedom and democracy by Soviet expansion and Starlin’s ambition. Now in September 1946 Winston Churchill called for a ‘kind of United States of Europe’. It was to be based on a partnership between France and Germany – an idea unbelievably provocative and improbable at that time.

We must understand what was Churchill’s vision. He called for a ‘kind of United States of Europe’ not imposed bureaucratically upon European States but endorsed by the experience, the hearts and minds of Europeans. Its motor was hope and imagination not regulation.

In the months before his Zurich speech, Churchill wrote an article for the British press. In it he conjured up the image of a Spanish prisoner centuries earlier unjustly imprisoned for decades. The man was nearly dead but with his last energy he struggled to the door of his dungeon which had always been locked and threw himself against it. It opened.

Churchill’s message was to Europeans in 1946 who so easily could be imprisoned by despair. He believed that if European’s could re-find hope and imagination and the grace to forgive each other they could yet restore the glory of Europe. So today, we must re-find hope and imagination and discover the balance between our commitment to unity and at the same time to the preservation of difference, identity and culture.

Several years ago, when Europe was considering a constitution of the European Union, I was invited to participate in a discussion in Brussels, chaired by the then President of the European Commission, Jacques Delors. He told us that the constitution must insist on European solidarity. One member, a woman MP, from Bavaria commented ironically “we Germans understand solidarity only too well, it means we pay for everyone else.” I argued that an EU constitution was unrealistic. The British had no written constitution and would certainly not accept one devised for them in Brussels. In the event, it never came to that as the people of the Netherlands and France rejected the constitution.

President Delors urged us to consider the moto of the United States “E Pluribus Unum” from the many one. Our gathering thought this unsuitable and we chose instead the phrase “Unity in Diversity”.

Now this is what our Order promotes – the values of Europe, the character of Europe, united and different. It is a worthy goal.

Our Order is more needed than ever, not least in relations between the United Kingdom and the European Union. Great Britain is leaving the European Union but not Europe. Within Europe we will remain a critically important country providing essential links to the English-Speaking world and contributing formidably to European Defence. This year Great Britain has committed to the construction of four strategic deterrent nuclear submarines and before too long the two new Elizabeth Class Aircraft Carriers, the largest ever to be operated by the Royal Navy will be commissioned. Great Britain spends a higher percentage of its GDP on defence than any other EU member state.

I believe the tide of history is with our Order, more needed than ever, more influential than ever. Our new Procurator has expressed this thought co-gently and clearly. A part of this tide of history is caused by the wave of freedom that replaced the tyranny of the Soviet Empire in Central and Eastern Europe. And let us remember, that the fatal breach in the Berlin War came as a direct result of the opening of the border in between Austria and Hungary which proceeded it. The apparatchiks in East Berlin realised that they could no longer control their population. From the moment, the Wall came down I have striven to help states like Romania and now Albania – countries proudly European to approach and join the European Union. I have also as Vice President of the English-Speaking Union, done everything that I can to encourage the learning and teaching of English as the language of the global village and a vital facilitator of East and Central Europe’s reconnection with the wider world.

In this an ally and friend of mine has been Zenel Hoxha who today has joined us as a Knight of the Order. Zenel was a key player in the campaign for the downfall of the communistic dictatorship in his native Albania and was forced into temporary exile in Great Britain. In two weeks’ time, I will be with him in Albania at the invitation of the country’s President and I will also travel to Kosovo where we need to establish an English Speaking Union as early as possible. The Order will play an increasingly important part in these countries.

I have used a big phrase “the tide of history”. I believe it is the destiny of the Order to follow and indeed lead these developments in Europe and the wider world and I am proud to play a part in this development.